November 2018

Liebe Gemeinde

In Gottes Namen sagt der Prophet Micha den Menschen (Micha 6,8): Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

«Wie ist es gewesen? Gab es irgendwelchen Ärger?» Das sind so die Fragen, wenn die Kinder aus der Schule kommen. Und natürlich die Fragen nach den Hausaufgaben: «Was liegt an?» «Ich muss Mathe machen.» bekomme ich dann öfter zu hören oder: «Ein bisschen in Deutsch und dann noch Vokabeln für Französisch lernen.» So sieht es aus: Es ist dir gesagt, Schüler, was gut ist und was der Tag von dir fordert, nämlich Mathe machen und ein bisschen Deutsch, dazu noch Vokabeln lernen und anständig sein gegenüber dem Lehrer und den Mitschülern.

Und nun stellt neben alldem auch noch Gott Forderungen? Ja, sagt der Prophet Micha und weist mit seinen Worten auf etwas Wichtiges hin. Gottes Wesen hat mehrere Facetten, von vergebend über liebend bis hin zu fordernd. Von all dem erzählt die Bibel. Darum sollen wir auch all das wahr haben und Gott nicht auf nur eine seiner Facetten reduzieren. Wir haben uns das angewöhnt, nur vom lieben Gott zu sprechen. Aber damit ist unsere Vorstellung von Gott unvollständig. Gott ist liebend und vergebend. Das verkündet Jesus. Und der Prophet Micha sagt, Gott hat auch Forderungen an die Menschen, die er liebt und denen er vergibt.

Auch wenn man bei Forderungen lieber weghören möchte, sie gehören zum Leben dazu. So sieht es aus: Was Gott will ist etwas Gutes, denn es stellt den Menschen auf gesunden und guten Lebensboden. Weil man sich und auch allen anderen etwas Gutes tut, wenn man bemüht ist, sich an Gottes Wort zu halten, indem man liebevoll ist und nicht hochmütig, sondern demütig.

Es grüsst Sie sehr herzlich

Ihr Pfarrer Christian Herbst